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Baltikum: Sehnsucht nach Sowjetzeit wächst (RIA Novosti, Russia)
RIA Novosti, 14.12.2012.

Viele Regierungen in Osteuropa schlagen Alarm, weil die Menschen sich die Sowjetunion zurückwünschen, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Freitag.

Die Stimmung in den baltischen Ländern bringt die Regierungen nahezu zur Verzweiflung. Laut jüngsten Umfragen finden fast 43 Prozent der Befragten, dass es Lettland als Sowjetrepublik gar nicht so schlecht ging. Aber selbst wenn man bedenkt, dass nicht nur ethnische Letten befragt wurden, sind die Ergebnisse beeindruckend.

„Sich nach der Sowjetzeit zu sehnen und die Idee des freien und unabhängigen Lettlands aufzugeben, ist Verrat!“, schimpfte ein Mitglied des Verbandes der Repressalienopfer in der lettischen Zeitung „Latvijas Avīze“. „Von solchen Studien profitieren nur die Feinde Lettlands!“

Im Baltikum fließt viel Geld in anti-sowjetische Propaganda, so die Zeitung. Es werden „korrekte“ Geschichtsbücher herausgegeben, Museen der sowjetischen Okkupation eingerichtet usw. Die Medien werden zur „korrekten“ Berichterstattung über die Regierungspolitik zur Vergangenheitsbewältigung gezwungen.

In Lettland gibt es einen Präsidentenberater für historische Angelegenheiten. Für eine „falsche“ Deutung der Vergangenheit drohen Journalisten sogar Haftstrafen. Es gibt Gesetze, die Strafen für das Zeigen von sowjetischen Symbolen und für die Negierung von Verbrechen des sowjetischen Regimes vorsehen. Weil der russische Historiker Alexander Djukow eine Ausstellung zum Thema „Gestohlene Kindheit: Schicksal der 1943-1944 nach Lettland deportierten Kinder“ organisiert hatte, wurde ihm die Einreise nach Lettland verweigert.

Experten sehen unterschiedliche Gründe für diesen Trend: Viele Menschen erkennen angesichts der heutigen Krisen, dass das sozialistische System nicht nur Nach-, sondern auch Vorteile hatte. Der deutsche Kabarettist Uwe Steimle erfand das Wort „Ostalgie“, mit dem er die Sehnsucht vieler Menschen nach der DDR-Zeit beschrieb. In vielen osteuropäischen Ländern wächst die Sehnsucht nach den alten Zeiten. Daran, dass die Sowjetunion eine Art Verkörperung des Teufels war, glauben wohl nur junge und erfolgreiche Unternehmer. Doch viele Menschen mussten ihre Wohnungen, die sie in der Sowjetzeit unentgeltlich bekommen hatten, verlassen, weil sie nicht mehr die hohen Mieten zahlen können. Da sich die Wirtschaftslage in den baltischen Ländern dramatisch verschlechtert hat, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Menschen nach der Sowjetunion sehnen.

Auch die forsche anti-sowjetische Propaganda könne einen gegenteiligen Effekt haben, schreibt die „Nowye Iswestija“. Die Zahl der Repressalienopfer unter Josef Stalin werde künstlich dermaßen erhöht, dass sie unglaubwürdig erscheine. Einige Politiker machen Wahlkampf mit anti-sowjetischer Stimmungsmache. Vor einigen Jahren wurde kurz vor einer Parlamentswahl in der estnischen Hauptstadt Tallinn ein sowjetisches Soldatendenkmal abgerissen.

Auffällig ist allerdings, dass die Sowjet-Nostalgiker im Baltikum sich kaum für Integrationsprojekte (GUS, OVKS, EAWG) mit Russland interessieren. Dieses Verhaltensmodell beschrieb der russische General Alexander Lebed einst so: „Wer den Zerfall der UdSSR nicht bedauert, hat kein Herz. Wer aber glaubt, dass sie wiederhergestellt werden kann, hat kein Hirn.“



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